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Die Feuerzangenbowle - Damals und Heute

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eingestellt am 30.09.2011

Geschichte:

Eines der beliebtesten alkoholischen Getränke zur Weihnachtszeit ist die Feuerzangenbowle. Allerdings wird sie nicht einfach getrunken, sie bringt ein ganzes Ritual mit sich: In einem geeigneten Gefäß wird trockener Rotwein mit Gewürznelken, Zimtstangen, Sternanis, Zitronen- und Orangenschalen erhitzt. Nach manchen Rezepten wird zusätzlich Orangen- oder Kirschlikör hinzugefügt. Ein Zuckerhut wird auf die Zange gelegt und über dem Gefäß platziert. Auf den Zuckerhut träufelt man braunen Rum, bis er vollständig getränkt ist, und zündet ihn an. Der Zucker schmilzt, karamellisiert und tropft in den Rotwein, was diesem einen besonderen Geschmack verleiht.

Ihren Namen hat die Bowle – die eigentlich ein Punsch ist – von der Feuerzange, die ursprünglich dafür benutzt wurde, ein Kohlenstück aus dem Ofen zu greifen und sich damit die Pfeife anzuzünden. Für die Bowle wurde damals ein Stück vom ehemals größeren und härteren Zuckerhut mit der Zange gehalten. Dadurch hat man sich nicht am brennenden Rum verbrannt. Damals wurde es getrunken, um sich im Winter von innen aufzuwärmen. Es wurde erst später zu einem typischen Getränk der Weihnachtszeit.

Richtig populär wurde die Feuerzangenbowle aber erst durch den gleichnamigen Film mit Heinz Rühmann. Seitdem ist sie an Weihnachten nicht mehr wegzudenken. Allerdings hat sich auch einiges geändert: Die ursprüngliche Feuerzange ist heute eher ein gelochtes Blech, die Zutaten wurden immer weiter verfeinert und auch der Rum hat jetzt mehr Umdrehungen, denn damals durften keine hochprozentigen Alkohole verkauft werden. Für uns bedeutet das, dass wir vorsichtiger beim Genuss der Bowle sein müssen.

Auf deutschen Weihnachtsmärkten findet man neben Glühwein auch immer häufiger Feuerzangenbowle und in einigen Städten, wie München, wurden schon Bowlen in Rekordgröße produziert. Ein Grund mehr diese alte Tradition auszuprobieren – ob Zuhause oder auf dem Weihnachtsmarkt in Deiner Nähe.
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