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Die Weihnachtsmarktsuche von Das Örtliche




Von Afrika bis Zypern – Weihnachtsbräuche aus aller Welt

Internationale Traditionen zur Weihnachtszeit

Weihnachtsmärkte sind nicht nur in Deutschland beliebt, sondern ziehen jedes Jahr aufs Neue Millionen von internationalen Besuchern an. Dort treffen die unterschiedlichsten Kulturen aufeinander, um in die deutschen Weihnachtsbräuche- und Traditionen einzutauchen. Auf einigen Märkten findet man nicht nur traditionell deutsche Produkte, sondern eine bunte Mischung von internationalem Kunsthandwerk und Lebensmitteln. Und auch im Ausland sieht man immer öfter Weihnachtsmärkte, die von den deutschen Bräuchen und Produkten inspiriert sind. Dies ist Grund genug, um sich die Weihnachtsbräuche über die deutschen Grenzen hinaus einmal genauer anzuschauen.

Afrika – Ein Zusammenkommen der Familien in Ghana
In Ghana steht das Weihnachtsfest ganz im Zeichen der Familie. Bereits in der Adventszeit beginnen die Menschen damit, auf Reisen zu gehen und ihre Verwandten zu besuchen. Dies erfolgt meist per Fußmarsch, da sich ein Großteil der Bevölkerung kein Auto leisten kann. Trotz der zum Teil ärmlichen Verhältnisse wird an den Weihnachtstagen viel Wert auf ein besonderes Festmahl gelegt. Bei einigen Familien kommt dabei das Nationalgericht Fufu auf den Tisch. Zudem verdeutlichen stundenlange Messen und öffentliche Feuerwerke die Wichtigkeit des Festes. Die Bescherung findet am zweiten Weihnachtstag statt, wobei aufgrund der Armut meist nur die Kinder mit Kleinigkeiten beschenkt werden.

Japan – Das Fest für Paare und Singles
Die Japaner beweisen nicht nur bei der Nachahmung der deutschen Oktoberfeste Geschick, sondern auch bei der Übernahme christlicher Weihnachtstraditionen, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung der buddhistischen und schintoistischen Religion angehört. In Japan zählt Weihnachten ebenso zum Fest der Liebe, jedoch stehen hierbei nicht die Familien, sondern Paare und Singles im Mittelpunkt. Die Weihnachtszeit wird dafür genutzt, sich kennenzulernen. Daher verbringen viele junge Japaner die Festtage nicht mit der Familie, sondern vielmehr mit Freunden und Bekannten. Obendrein werden auch in Japan Geschenke verteilt, die von dem japanischen Weihnachtsmann „Hoteiosho“ überreicht werden. Gemäß der japanischen Überlieferung besitzt der Weihnachtsmann im Hinterkopf Augen, um die Kinder und ihr Benehmen im Blick zu behalten. Zudem gibt es in Japan den Brauch die Geburt des Christkindes mit einer Geburtstagstorte zu zelebrieren.

Russland – Väterchen Frost und seine Begleiter
In Russland findet das Weihnachtsfest aufgrund des Julianischen Kalendersystems am 7. und 8. Januar statt. Der russische Väterchen Frost beschert die Kinder nicht alleine. Er kommt in Begleitung eines Mädchens mit dem Namen „Schneeflocke“ und eines Jungen namens „Neujahr“. Zwar werden die Geschenke in der Nacht vom 31. Dezember übergeben, allerdings dürfen diese erst am Neujahrstag geöffnet werden. Traditionell müssen die Kinder vor der Öffnung der Geschenke Gedichte aufsagen und sich als Schneeflocke beziehungsweise Neujahr verkleiden, um sich die Geschenke damit buchstäblich zu verdienen.

Zypern – Die Geschenke landen unterm Bett
Zypern feiert das Weihnachtsfest auf eine ganz besondere Art und Weise, denn aufgrund der überwiegend christlich-orthodoxen Bevölkerung und der britischen Kolonialzeit unterscheiden sich die Bräuche deutlich von unseren. Ein Bespiel dafür ist, dass sich der Nikolaus mit dem Weihnachtsmann zum Agios Vassilios zusammengeschlossen hat. Er übernimmt die Bescherung der Kinder, die in Zypern erst in der Silvesternacht stattfindet, nicht an den Weihnachtstagen. Und auch die Geschenke landen nicht unter dem Weihnachtsbaum, sondern unter dem Bett, da es in der orthodoxen Tradition keinen Christbaum gibt. Die Weihnachtstage- und Abende selber verbringen die Zyprer vorwiegend in Bars, Tavernen und Nachtclubs. Ein spezieller Brauch spielt sich in der Silvesternacht ab, bei dem die Zyprer intensiv dem Glücksspiel nachgehen, mit dem Ziel herauszufinden, wem im neuen Jahr Glück wiederfahren wird.

Internationaler Weihnachtsmarkt Essen
In Essen findet dieses Jahr erneut der internationale Weihnachtsmarkt statt. Er gehört zu einem der größten in Deutschland und überzeugt durch erlesene Spezialitäten aus aller Welt. Auf dem Markt trifft man auf 250 Stände, die internationalen Flair versprühen. Von afrikanischen Skulpturen bis hin zu australischen Ledergürteln – die Vielfalt kennt auf dem Markt keine Grenzen.

Rüdesheimer Weihnachtsmarkt der Nationen
Der Markt zur Weihnachtszeit in der Rüdelsheimer Altstadt bietet den Besuchern durch den Lichterglanz in den geschmückten Gassen eine ganz besondere Kulisse. Auf dem Markt vereinen sich Händler aus 12 Nationen und lassen die Besucher in die Bräuche und Traditionen diverser Länder eintauchen. Zudem wird auf dem Weihnachtsmarkt an den Wochenenden ein Adventsprogramm geboten, welches besonders Familien mit Kindern anspricht. Karusselle, Ponyreiten und Eisenbahnen sind dabei nur einige der Weihnachtsattraktionen.

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