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Die Weihnachtsmarktsuche von Das Örtliche




Von den alten Griechen bis zu unseren Weihnachtsmärkten

Die Geschichte des Glühweins

Im Winter zur klirrenden Eiseskälte ist Glühwein zweifelsohne das passende Getränk, um sich in Gesellschaft auf dem Weihnachtsmarkt in besinnliche Stimmung zu versetzen. Von innen wärmt die allseits bekannte und beliebte süßliche Mischung aus Rotwein, Zucker, Gewürzen und Zitrone. Und äußerlich sorgt der warme Becher für warme Finger. Kein Wunder, dass das Gebräu zur Winterzeit in ganz Mitteleuropa so beliebt ist. Schon bei den alten Griechen wurden die Weine zur kalten Jahreszeit mit Gewürzen versetztaromatisiert. Der Ursprung des Glühweins liegt allerdings im alten Rom: Hier wurde der Wein erstmals mit Gewürzen veredelt, um dem sauren Geschmack des Weins entgegenzuwirken. Das ca. 2000 Jahre alte Kochbuch “Conditum Paradoxum” beschreibt ein erstes Rezept mit verschiedenen Gewürzen wie Nelken, Zimt, Lorbeer, Koriander, Thymian, Muskat, Macis und Piment. Die Gewürze im alten Rom waren allerdings unsagbar teuer und der gewürzte Wein war daher nicht dem gemeinen Volk, sondern lediglich der Oberschicht vorbehalten.

Im Mittelalter, also circa vom 6. bis ins 15. Jahrhundert, wurde der gewürzte Wein kalt und zusätzlich mit Honig dargeboten. So entsprachen die Weine „Hippocras“ und „Clairet“ bereits dem heutigen Glühwein, wurden allerdings kühl statt warm gereicht. Ein positiver Nebeneffekt des Honigs war eine längere Haltbarkeitszeit durch den im Honig enthaltenen Zucker. Zudem nutzten viele Menschen den Wein als Allheilmittel, denn die ätherischen Öle in den Gewürzen verschafften bei vielerlei Krankheiten Linderung:

Die enthaltenen Nelken fördern die Verdauung und wirken antibakteriell. Auch der Zimt kurbelt die Verdauung an, wirkt einem Völlegefühl entgegen und stärkt zudem das Immunsystem im Winter. Außerdem sagt man dem Zimt von jeher eine aphrodisierende Wirkung zu. Kardamom regt auch den Appetit an und die ätherischen Öle der gesamten Gewürze helfen gegen Bakterien und lindern kleinere Beschwerden.

Der moderne Glühwein besteht aus einem trockenen Rotwein, zum Beispiel einem Spätburgunder, und den bekannten Gewürzen wie Zimtstangen, Gewürznelken, Kardamom und Lorbeer sowie Sternanis. Dieses Gemisch wird dann auf ca. 80°C erhitzt und sollte anschließend eine gute Stunde ziehen. Dann kann man mit dem beliebtesten Getränk der Winterzeit gemeinsam auf dem Weihnachtsmarkt anstoßen – Prost!

Ein Rezept für einen selbstgemachten Glühwein findet Ihr ja im Weihnachtsmagazin vom letzten Jahr.

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