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Die Weihnachtsmarktsuche von Das Örtliche




Woher kommt eigentlich der Adventskranz?

Die Geschichte der vier Kerzen

Sitzt man im Advent am Wochenende nach einem ausgedehnten Spaziergang beisammen oder kommt von einem Weihnachtsmarkt Besuch wieder heim und steckt eine Kerze am Adventskranz an, dann kommt man schon mal ins Grübeln: Woher stammt dieser Brauch eigentlich und wer hat ihn erfunden?

Der Adventskranz – in Österreich heißt er übrigens Adventkranz – besteht meistens aus ineinander geflochtenen Tannenzweigen und vier Kerzen. Überwiegend findet er als Tischdekoration Verwendung, wird aber auch als Hängeschmuck verwendet.

„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür“. Mit diesem traditionellen Weihnachtslied erklärt sich eigentlich schon der grundlegende Zweck eines Adventskranzes:
Ähnlich eines Adventskalenders fungiert er als Abzählhilfe für Heiligabend.

Die symbolische Bedeutung ist nicht ganz so eindeutig. Laut der ursprünglichen christlichen Symbolik sollte die Zunahme des Lichtes der Kerzen an die Ankunft des Christkindes erinnern, da dieser ja am 24. Dezember das Licht der Welt erblickt.
Das Wort „Advent“ stammt von dem lateinischen Begriff „Adventus“, was soviel wie „Ankunft“ bedeutet und auf die allgemeine Erwartungshaltung der Geburt Jesu Christi hinweisen soll.

Laut mündlicher Überlieferung wurde der Kranz vom evangelisch-lutherischen Theologen und Erzieher Johann Hinrich Wichern im 18. Jahrhundert erfunden.

Zu dieser Zeit lebten viele Menschen in Armut, was den Hamburger dazu veranlasste, gemeinsam mit einigen Kindern in ein Bauernhaus zu ziehen, wo er sie besser betreuen konnte. Da um die Weihnachtszeit viele Kinder die Frage stellten, wann denn endlich Weihnachten sei, baute Wichern aus einem alten Wagenrad eine Art Holzkranz mit 24 kleinen roten und vier großen weißen Kerzen auf. Ab dem ersten Dezember zündete er nun täglich eine rote und an den Adventssonntagen zusätzlich eine weiße Kerze an, so dass die Kindern an den Kerzen die verbleibenden Tage bis Heiligabend abzählen konnten. Aus diesem ursprünglichen Adventskranz hat sich dann der bekannte Adventskranz mit vier Kerzen entwickelt – denn ein Adventskranz mit 28 Kerzen passt schließlich nicht in jedes Wohnzimmer.
Selbstverständlich können auf vielen Weihnachtsmärkten in Deutschland selbstgemachte Adventskränze gekauft werden. Wie wäre es mit Weihnachtsmärkten in Thüringen oder Hessen?

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