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Friedhof Gräfrath

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Unzumutbar? 15.10.2018Kulturbeauftragte

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„Wenn die Tage kürzer werden und das Jahr sich langsam dem Ende naht, kommen im Kalender verschiedene Feiertage an denen man zurückblickt und sich gleichzeitig an die Lieben erinnert, die vor unterschiedlicher Zeit von uns gegangen sind. Dann kommen auch solche Orte in den Sinn wie dieser Friedhof. Diesen habe ich vor geraumer Zeit besucht, als ich auf der andere Seite der Straße ein Museum bewußt angesteuert habe. Wer meine Beiträge regelmäßig liest, weißt, dass mich solche Orte sehr interessieren und wenn es sich wie hier ergibt, schaue ich mir das ganze auch an. Nach dem recht langen Aufenthalt in dem vorher erwähntem Gebäude stand mir der Sinn nach einem Spaziergang im Freien. Der Parkfriedhof trägt seine Bezeichnung zu recht, denn es ist eine sehr weitläufige Grünanlage. Laut den Angaben des Grünflächenamtes sollen es 24 ha sein. Es sieht sehr gepflegt aus und gibt einige Besonderheiten, die mir dort aufgefallen sind. Eine unter ihnen war, dass man die Grablege eine „Promis“ aus dem 19. Jahrhundert dort finden kann. Mehr dazu etwas später. Was mir gefallen hatte war, dass alle Erdgräber einheitlich von grünen Hecken umgeben sind. Ob das weiterhin bestand hat (aufgrund der „Plage“, die die Buchsbäume befällt) kann ich nicht sagen. Das kann sich zwischenzeitlich geändert haben. Das wirkte jedenfalls sehr stimmig auf mich. Recht bald, nachdem man den Parkfriedhof betritt, gibt es einen Übersichtsplan. Für mich war es weniger interessant, denn ich suchte nach einer Möglichkeit mich ein wenig zu stärken, sodass ich Ausschau nach einer Bank gemacht habe. Diese habe ich recht schnell auch gefunden. Sie stand unter mehreren Bäumen mit einem tollen Ausblick auf die Landschaft. Das ist ein weiterer Pluspunkt für die Anlage. Leider habe ich irgendwie vergessen dies auch mit meiner Knipse fest zu halten. Die paar, die man hier sehen kann, ist aber aus meiner Sicht ausreichend. Mich interessierten vor allem die alten Zeugnisse der Zeit und nicht das „Einheits-Einerlei“, das man sonst auf anderen kommunalen Friedhöfen zu sehen bekommt. Es machte mich schon traurig, als ich bei meinem Rundgang auf Kriegsgräber gestoßen bin. Unter den Gefallenen waren auch sehr junge „Männer“, die nach heutigem Verständnis nicht mal als solche bezeichnet worden wären. Zum Teil wusste man nicht mal die genauen Lebensdaten oder vereinzelt nicht mal den dazu gehörigen (Nach)Namen. „Mit 17 hat man noch Träume“ heißt es in einem Schlager, doch für einige unter ihnen war es bereits vorbei, ehe es so „richtig“ begonnen hatte… Eine weitere Überraschung war, als ich in der weitläufigen Anlage (vermeintlich) auf sehr hohe Grabmäler gestoßen war. Es passte nicht zu dem Bild, das sich allgemein dort zeigte. Zuerst habe ich es durch die Bäume blitzen sehen, bevor ich sie mir genauer angeschaut habe. Das war eine weitere Entdeckung, die ich euch nicht vorenthalten möchte: es handelte sich um ein sog. „Kolombarium“. Vor allem in dem Übergangsbereich zu den neueren Gräbern, die durch eine Reihe von Bäumen räumlich getrennt ist. Wenn man den eben genannten Begriff nicht kennt, es handelt sich um Urnengräber, von denen es auf dem Gelände mehrere gibt. Die Preise konnte man einem Faltblatt entnehmen, der in einem kleinen Kasten zu finden war. Da möchte ich an der Stelle mich, wie versprochen, dem Teil widmen, an dem man nicht vorbei gehen kann. Mir ging es jedenfalls so! Gräfrath sollte „Schicksalsort“ von Dr. Friedrich Hermann De Leuw (gesprochen Löw; *1. August 1792 Dinslaken - 12. Januar1861) werden. Der Mediziner wurde während der Napoleonischen Kriege 1813 verwundet und ins Lazarett in diesem Ort gebracht. Wie der Zufall es so wollte, konnte er ein Jahr später die Praxis seines Kollegen dort, der ihn behandelt hatte, übernehmen. Durch seine fundierten Kenntnisse in der Augenheilkunde ist sein „Ruf“ bis zum König Ernst August von Hannover (*5. Juni 1771 in Buckingham House, London - 18. November 1851 Hannover) vorgedrungen ist. Er bot ihm eine Stellung als Leibarzt an, die mit einer sehr hohen Vergütung verbunden war. Der Doc blieb standhaft und blieb dem Ort „treu“, auch wenn nur eine Tafel an ihn dort erinnert. Sein Sohn Luis wurde ebenfalls Augenarzt und sein ältester - Friedrich August erfolgreicher akademischer Maler. Das am Rande erwähnt. Solche (unverhofften) Funde machen den Reiz eines solchen Friedhofs aus, vor allem wenn man sich vorher nicht damit beschäftigt hatte! Was mir noch in den Sinn gekommen ist, dass die Anlage nicht durchgehend barrierefrei erreichbar ist. Wie man auf einem meiner Fotos sieht, gibt es in einigen Bereichen Stufen, die sich gegebenenfalls als ein Hindernis herausstellen können. Es gibt auch sanitäre Einrichtungen, über die ich keine weiteren Angaben machen kann. Wenn man den Weg nach Gräfrath schaffen sollte, dann lohnt es sich auch den Parkfriedhof zu besuchen. Ausschließlich deswegen lohnt sich ein (ggf. lange) Anfahrt aus meiner Sicht nicht. Mir hat es jedenfalls gut gefallen, sodass mir 4 Sterne angemessen erscheinen. ...”weniger


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