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„Hab vor ein paar Jahren dort mal eine Fuehrung mitgemacht - total klasse ! Ein besuch dort ist absolut
empfehlenswert, der " Farm Garten " so wahrscheinlich einzigartig in Mitteleuropa . Seit mehreren Jahren wird versucht, das Gelaende wieder in den Urspruenglich geplanten Zustand zurueckzufuehren, es wird zurueckgeschnitten und fleissigst gewerkelt. Sequoifarm, der staedtische Wassergarten und dann ein besuch im Biergarten von Haus Galgenvenn - Nettetal hat damit ein prima Ausflugsziel, das wir nicht nur mit Besuch gerne nutzen .
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„Wir beginnen mit einem kurzen und schmerzlosen Ausflug ins Lateinische und Botanische:
Sequoia: Gattung
der Mammutbäume
Sequoia sempervirens: Küstenmammutbaum. Das im kalifornischen Redwood Nationalpark beheimatete Exemplar 'Hyperion' ist mit 115,60m derzeitiger Inhaber des Baumwuchs-Höhenweltrekordes.
Sequoiadendron giganteum: Berg- oder Riesenmammutbaum. Auch hier gibt es einen Weltrekord: das prominente Exemplar 'General Sherman' ist mit 1489 Kubikmetern Holzvolumen (bei knapp 88 Höhenmetern) der größte lebende Baum der Erde.
Metasequoia glyptostroboides: Urweltmammutbaum. Mit maximal 50 Höhenmetern nicht ganz so spektakulär wie die vorgenannten Kollegen, dafür jedoch ein 'lebendes Fossil' das erst 1941 in Zentralchina 'wiederentdeckt' wurde.
Arbor: der Baum
Arboretum: Baumsammlung, in der Regel exotischer Arten, im Idealfall mit eigener Anzucht.
In der Sequoiafarm zu Nettetal wurde 1952 mit der europaweit ersten Anzucht aller Mammutbaumarten begonnen. Eingedenk des ungewohnt harten Klimas und des höchst jugendlichen Alters der Bäume sind die bisher erreichten 37 Höhenmeter im Hain der frostempfindlichen Küstenmammuts sehr respektabel. Auf den 3,5 Hektar des Parks finden sich jedoch auch noch ca. 300 andere Gehölzarten, darunter Magnolien (Japan), Flusszedern (U.S.A.), Südbuchen (Chile), oder das Mammutblatt (Brasilien)
Nach dem Tod des Gründers der Sequoiafarm, Ernst Martin übernahm zunächst das Land Nordrhein Westfalen, später die Stadtwerke Nettetal und schließlich am 1.1.2013 der Verein Sequoiafarm e.V. die Anzuchtstation. Unterstützung der Vereinstätigkeit durch Mitgliedschaft oder auch Übernahme von Baum-Patenschaften wird gerne gesehen.
'Mein' Bergmammut von - momentle - 2,05m Stammumfang und 21,4m Höhe befindet sich direkt am Eingangsweg und kostet mich 97 Euro im Jahr.
Das mehrmals besuchte Terrain erfreut durch überaus prächtige Panoramen und Baumexemplare. Die Redwoods wachsen zum Teil kerzengrade wie Schiffsmasten. Die untersten Äste entsprießen in einer Höhe, in der heimische Tannen und Kiefern bereits komplett das Wachstum einstellen. Kritik: bei (leider schon wieder) schneebedecktem Boden sind die Fußwege nicht klar genug erkennbar, so dass achtlose Besucher den kostbaren Bodengewächsen und Setzlingen gefährlich nahe kommen können.
Der in der Lokalpresse als 'Farmvogt' titulierte Dauerbewohner der Sequoiafarm genießt zwar die Ruhe des schnuckligen, naturnahen Forsthäuschens, hat aber auch ein beträchtliches Arbeitspensum zu bewältigen. Zur Zeit stehen gröbere Entrümpelungsaktionen an, angefangen bei den Brombeerranken und anderen unerwünschten Wucherungen. Nach Ostern beginnt dann auch die Touristensaison.
Dass es sich bei diesem Fast-Einzelkämpfer um den Bruder des Autors handelt, hat keine messbaren Auswirkungen auf die Tendenz, wohl aber auf das Vorhandensein dieser Bewertung.
Die Sequoiafarm ist von April bis Ende Oktober an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet, ferner an drei Aktionswochenenden, den 'Tagen der offenen Gartenpforte' 25./26. Mai, 22./23. Juni und 20./21. Juli. Gruppenführungen nach Vereinbarung. Parkplätze (sowie Verpflegung, siehe Bewertung dort) bei der zwei Rekordküstenmammutbaumlängen entfernten Gaststätte Haus Galgenvenn.
Nachtrag 25.12.2014:
Die Aufräumarbeiten im Gelände machen große Fortschritte. Dem Patenbaum geht es unverändert bestens. Der vom Bruder ausgerichtete und von den Gästen mit Natural-Gaben unterstützte Weihnachtsbrunch war ein voller Erfolg. Und zwischendurch hat sogar minutenlang die Sonne geschienen, vgl. neues Bildmaterial.
Nachtrag 2.8. 2015:
erstmaliger Besuch im Sonnenschein. Das Gelände präsentiert sich inzwischen recht aufgeräumt, incl. freigelegtem und entrümpelten, bildhübschem Gartenteich mit junger Araucarie. Einige Mammuts haben sich bereits von selber ausgesät. Das Projekt selbst gedeiht ebenfalls prächtig.
Nachtrag 11.3.2018
Nun geschah es aber den 18. Januar, dass sich großes Unheil in diesem Teil der unteren Erdatmosphäre zusammenbraute. Eine Sturmtief namens 'Friederike' sorgte mit saftigen Orkanböen für beträchtliche Verwüstung nebst 10 Todesopfern in West- und Mitteleuropa. Der stärkste Sturm seit Kyrill 2007 sorgte für Gesamtschäden von über einer Milliarde Euro allein in Deutschland - und das sind nur die versicherten Fälle. Die ebenfalls etwas zerrupfte Sequoiafarm kann sich dergleichen nicht leisten, verfügt aber immerhin über ein Netzwerk von Helfern, welches dieser Samstage zu diversen Arbeitseinsätzen anrückt.
Kurz nach dem Unheil nutzte die lokale freiwillige Feuerwehr das Gelände für Ausbildungs- und Übungszwecke in den Fächern Baumsäge- und Kletterkunde und hat schonmal das Gröbste weggeschafft. Es hätte sonst für uns Amateure auch ein bisschen gefährlich werden können.
Dem Patenbaum geht es noch immer gut, wie der nach Kräften mitwirkende, zur Zeit aber medizinal absentierende Autor feststellen durfte. Auch die in einem Klimaschutzzelt überwinternde Edel-Araucarie blieb unbeschädigt. Denn ein vom Sturme umgelegter 22-Meter-Riese verfehlte die nicht eben solide Behausung um einen guten Meter. Weitere Sach- und Personenschäden sind auch während der laufenden Aufräumarbeiten inkl. Kettensägenmassaker nicht aufgetreten. Hoffentlich kann ich bald wieder mitmachen...
mit vorzüglicher Hochachtung, Sir Thomas
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